World Music Contest: Spielmannszug Radeberg auf dem Weg zur Weltmeisterschaft  

Veröffentlicht von Tom Thiele am

Am Wochenende nehmen die Radeberger Spielleute wieder an einer Weltmeisterschaft teil. Beim World Music Contest (WMC) im niederländischen Kerkrade stellen sie sich der internationalen Konkurrenz. Für die Radeberger ist es die Premiere bei den „Olympischen Spielen der Blasmusik“. 

Am Dienstag gab es eine der letzten Proben vor dem WMC.

Spielleute trainieren bis zur letzten Minute

Wenn die Radeberger Spielleute in dieser Woche zu ihren letzten Marschproben antreten, ist der World Music Contest (WMC) in Kerkrade bereits in vollem Gange. Seit letztem Freitag stehen die ersten Kollektive in den Marsch- und Showwertungen auf dem Wettkampfrasen. Insgesamt erstreckt sich der Wettbewerb auf vier Wochenenden. 

Nun wird es auch für die Radeberger langsam ernst. Bis kurz vor der Abreise wird geprobt. Das Abschlusstraining ist für Donnerstagabend geplant. Zehn Stunden später, nämlich am Freitag um 8 Uhr, rollt der Bus Richtung Kerkrade. Das erste Ziel: Das Gymnasium Herzogenrath, wo die Radeberger für drei Nächte Quartier beziehen. 

Richtig ernst wird es für die Musiker dann am Morgen danach. Am Samstag um 10 Uhr beginnt die Marschwertung im Parkstad Limburg Stadion. Die Radeberger sind als erstes dran. Am Abend werden bei einer Abschlussveranstaltung schon einmal die Tagessieger gekürt. Wer den ganz großen Titel holt, entscheidet sich jedoch erst am Sonntagabend bei der Siegerehrung der Marschwertung. 

Ritterschlag: Start in der Championship Division

Mit dem World Music Contest (WMC) steht den Radeberger Spielleuten der größte Wettkampf ihrer Vereinsgeschichte bevor. Laut Veranstalter kommen 252 Vereine aus 31 Ländern und 5 Kontinenten, in Summe etwa 20.000 Musiker, auf vier Wochenenden verteilt nach Kerkrade. Sie gehen in drei Kategorien, nämlich Konzert, Marsch und Show gegeneinander ins Rennen. Unterteilt wird in diesen Kategorien zudem noch einmal in unterschiedliche Leistungsklassen („Divisions“). 

Einen Erfolg haben die Radeberger schon in der Tasche. Sie gehören in der Kategorie Marsch nämlich zu den 13 am höchsten eingruppierten Formation, die in der so genannten Championship Division um den Titel „WMC World Champion“ ins Rennen gehen. Die wenigen Startplätze in dieser Leistungsklasse sind hart umkämpft, weswegen alle Vereine vorher einen Bewerbungsprozess durchlaufen mussten. 

Eine Mischung aus Lampenfieber und Stolz 

Sofort bei der ersten Teilnahme gleich für die Championship Division zugelassen zu werden, fühlt sich für die Radeberger Spielleute wie ein Ritterschlag an. Natürlich sorgen ein Wettkampf auf internationalem Spitzenniveau und der Auftritt in einem Stadion mit 20.000 Zuschauer-Plätzen bei dem ein oder anderen auch für etwas Lampenfieber. 

Gut, dass der Support direkt mit im Stadion sitzt. Erstmalig reist ein eigener Fanbus mit zur WM. Organisiert wurde dieser durch den Förderverein. Und auch prominente Unterstützung reiht sich in den Anhängerblock: Oberbürgermeister Frank Höhme. Das Stadtoberhaupt fährt nicht nur als Gast und Anfeuerer mit, sondern unterstützt die Spielleute aktiv bei der Verpflegung. Er fährt nämlich mit Transporter und Kühlhänger nach Kerkrade.

20. WMC-Ausgabe soll Rekorde brechen

Der WMC findet in diesem Jahr übrigens zum 20. Mal statt. In der Jubiläumsausgabe wollen die Veranstalter den bisherigen Besucherrekord knacken. Bis zu 350.000 Besucher und so viele Bands wie nie zuvor werden erwartet. Nicht umsonst sprechen Blasmusik-Verbände in ihren Fachzeitschriften von den „Olympischen Spielen der Blasmusik“.

Wie sich die Radeberger im großen Teilnehmerfeld behaupten, bleibt abzuwarten. Die Siegerehrung der Championship-Division findet am Sonntagabend im Stadion Kerkrade statt. Alle Ergebnisse können regelmäßig aktualisiert auf der WMC-Seite eingesehen werden. 


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Teilnehmer & Startreihenfolge WMC 2026


Zum Bericht der Sächsischen Zeitung (14. Juli 2026)


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