Russische Idylle, Schlachtgedenken und ein ganz besonderes Treffen

Veröffentlicht von Tom Thiele am

Die friedliche Idylle am malerischen Ufer der Kolotsch- Flüsse: In Borodino erleben die Radeberger Spielleute das russische Landleben. Doch im Jahr 1812 sah die Gegend alles andere als friedlich aus. Damals tobte auf den hiesigen Feldern der napoleonische Krieg gegen Russland. Das Gedenken an die blutige Schlacht wurde am Wochenende von den Spielleuten begleitet. Auf dem Programm stand dabei auch ein ganz besonderes Treffen.

Dabei vergehen die Tage und Nächte auf dem ehemaligen Schlachtfeld wie im Flug, vor allem wenn der Kalender so voll mit Konzert- und Besichtigungsterminen ist, wie der des Radeberger Spielmannszuges. Am Samstag waren zunächst zwei große Auftritte zu bewältigen. Vor der Raevsky- Batterie, dem Hauptmonument für die gefallenen russischen Krieger, spielten die Radeberger im Laufe der groß angelegten Schlachtinszenierung. Mehrere Zehntausend Besucher verfolgten das Spektakel. Wenig später stand ein Platzkonzert vor dem Museum an, das derselben Schlacht gewidmet ist. Der Museumsdirektor persönlich, der auch maßgeblich an der Einladung der Radeberger beteiligt war, begrüßte den Verein in der Ausstellung, die immerhin 50.000 Exponate präsentiert. Der Ausstellungskomplex wird zudem von einer 110 Quadratkilometer großen Fläche ergänzt, auf der 33 Monumente aller Truppenteile zu bestaunen sind. Hier wurden mit Bustouren und Führungen auch Klöster, Kirchen und zwei Massengräber besichtigt.

Ein ganz besonderes Treffen: Die Viezechefin der Deutschen Botschaft in Russland, Beate Grzeski, mit dem Radeberger Spielmannszug

Die Felder von Borodino: Auch am Sonntag waren sie die Bühne für den Spielmannszug Radeberg. Dabei bot sich für die Musiker auch die einmalige Gelegenheit, mit der deutschen Auslandsvertretung in Russland in Austausch zu treten. Denn beim hiesigen Konzert anwesend war niemand Geringeres als die Viezechefin der Deutschen Botschaft in Russland, Beate Grzeski. Und die war von der Truppe in den historisch- nachempfundenen Uniformen so begeistert, dass sie gleich nach dem Konzert auf die Musiker zukam und ihren Beitrag lobte. Prompt gab es einen gemeinsamen Fototermin – eine durchaus große Ehre für die Radeberger Spielleute, die das ehemalige Zarenreich größtenteils zum ersten Mal bereisen.

Mit den letzten Flötentönen beim Gedenkkonzert verabschiedeten sich die Radeberger Spielleute auch aus dem Dorf Borodino, denn schon am frühen Montagmorgen ging die Reise der Formation weiter nach Moskau. Ein weiterer, spannender Tag in der russischen Hauptstadt steht an. Ob durch die Basilius- Kathedrale mit den geschwungenen Zwiebeltürmen, über den roten Platz oder entlang der weltberühmten Kreml- Mauern: Die Spielleute sind gespannt, wie es in ihrem Russland- Abenteuer weitergeht.


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